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Anahita Izadi

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Ich bin geboren und aufgewachsen in der Islamischen Republik Iran. Meine Teenagerjahre waren geprägt von einem unterdrückenden Regime, das mich in vielen meiner persönlichen, rechtlichen und politischen Freiheiten einschränkte. Nach dem Abitur studierte ich Schauspielerei und Dramaturgie in Teheran. Nachdem ich meinen Bachelor erlangt und einige Zeit am Stadttheater Teheran gearbeitet hatte, nahm ich mir erstmalig meine Freiheit und ging für eine Sprachreise nach England. Danach entschloss ich mich, meinen Master in Kunst und Ästhetik in Indien zu machen. Eine weitere Bildungsreise nach Polen folgte. In den Iran zurückgekehrt, versuchte ich dort zu leben, verstand jedoch bald endgültig, dass die politischen Bedingungen im Land niemals ein Leben nach meinen Vorstellungen zulassen würden - nämlich ein freies Leben als Frau. Und so kam ich nach Deutschland. Ich machte eine Ausbildung zur Schauspielerin an der INAC-Theaterakademie in Berlin und nahm anschließend am Projekt "Diversity in Pankow" teil. Über dieses Projekt kam ich in Kontakt mit Joblinge, einem social-franchise-System, das sich gegen Jugendarbeitslosigkeit engagiert. In Kooperation mit JOBLINGE leitete ich fünf pädagogische Projekte, aus denen die folgenden Theaterstücke hervorgegangen sind: „Trotzdem Mensch“, „Du wirst gesehen“, „Spannung liegt in der Luft“ und „Alles neu“, die als biografisches Theater mit einem bestimmten Thema wie Arbeitslosigkeit, Perspektivenwechseln und Veränderung betrachtet werden können. Die erlernten pädagogischen Methoden in diesen Projekten sollten den Teilnehmern dazu verhelfen durch bewussteren Umgang bzgl. ihrer eigenen Biografie mit Körper und Geist Herausforderungen im privaten und gesellschaftlichen Leben zu bewältigen.

Mein Entschluss zu einer Weiterbildung an der Alice Salomon Hochschule Berlin in Kooperation mit WeTeK Berlin gGmbH zur „Fachkraft für Kulturelle Bildung“ ermöglichte es mir mein künstlerisches Schaffen noch intensiver im pädagogischen Bereich anzuwenden, insbesondere in den Themen Kulturelle Bildung und Biografiearbeit, Partizipation und Kooperation, Diversity, Kommunikation und Gruppenprozesse, Urbanes Lernen und ethnographische Erkundungen und Mediale Lebenswelten.

2014 begann ich im Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. freizeitpädagogische Projekte zu führen. Das AG-Projekt „Tanze mit deinem Clown“ in der Ganztagsbetreuung Georg-von-Giesche-Oberschule ist das Ergebnis aus meinen Erfahrungen, die ich in meiner 14-jährigen Reise als Schauspielerin, bzw. Tänzerin- und-Theaterwissenschaftlerin in meinem Heimatland Iran, Indien, England, Polen und Deutschland gemacht hatte. Tanze mit deinem Clown ist ein interdisziplinäres Training mit psychophysischer Qualität der Bewegung, das auf Clownerie, Improvisation, körperliche und spielerische Übungen, verschiedenen Tanzdisziplinen wie Ballett, klassischem indischen Tanz-Theater – Kathakali und Bharatanatyam – und Contemporary Dance, Atem-, Körper- und Entspannungs-Übungen aus Hatha Yoga und Tai Ji Quan basiert. Damit können die TeilnehmerInnen einen Einblick in den Beruf des Schauspielers und Tänzers bekommen, ein Gefühl für die Umgebung, Musikalität und Rhythmus entwickeln, ihr Atmen, ihren Blick und ihre Körperhaltung auf Situationen wie Referate/Vorträge und Vorstellungsgespräche kontrollieren und ihr Lampenfieber überwinden, sich theoretisch und praktisch mit den Begriffen: psycho-physische Qualität der Bewegung, Kulturelle Bildung und Erziehung der Aufmerksamkeit beschäftigen und darüber reflektieren. Das Konzept „Tanze mit deinem Clown“ wurde auch als ein Intensiv-Workshop bei den Pankower Theatertagen aufgeführt.

Im Jahr 2015, mit der Unterstützung der OASE Berlin und der Stiftung Pfefferberg, leitete ich zwei Projekte „Theater-Workshop-Reihe für Flüchtlinge in Pankower Gemeinschaftsunterkünften zur Stärkung des Selbstwertgefühls“ für und mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Projekte dienten einem kreativen Sprach-Kulturerwerb und benutzten dabei das non-verbale Theaterspiel als Medium der Verständigung untereinander. Die Auseinandersetzung mit und Reflexion der bisherigen und momentanen Situation der TeilnehmerInnen waren Schwerpunkte meiner Arbeit im Projekt. Ganz wesentlich waren dabei auch die Öffnung und die Motivation zum hiesigen Arbeitsmarkt vorzubereiten und ihnen einen Zugang zu verschaffen, sowie die Unterstützung alltägliche Situationen zu bewältigen. Die Projekte erhielten einen guten Ruf und daher hatte ich die Gelegenheit mein Projekt mit der Unterstützung der EJF gemeinnützige AG (www.ejf.de) als Theaterpädagogin bis Ende Juni 2016 zu erweitern. Mein Ziel war von Beginn an, die Unterstützung der Integration von Flüchtlingen mit kultureller Bildung und kreativen Projekten zu fördern. Deshalb setzte ich im Jahr 2016 meine Aktivität als Co-Organizer in einem Refugee Repertoire fort. Hier wurde Theater-Training für und mit Geflüchteten erarbeitet und angeboten. Es hat mir große Freude bereitet das Projekt „Power für Pankow“ mit einem Team zu leiten und das Theaterstück „Mutmuskeln“ im FezfestiWal am Fez-Berlin und bei Jugendtheatertage am Theater unterm Dach zu präsentieren. Das Projekt wurde von Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung gefördert und war sehr erfolgreich.

Aufgrund der Erfahrung, die ich aus den zwei Projekten mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mitnehmen konnte, fand ich die Beteiligung der geflüchteten Frauen in den Kultur-Bildungsprojekten sehr kritisch. Deswegen wurde mein Konzept „Ich bin Malala, du bist Malala, wir sind Malala“ als ein kulturpädagogisches Projekt für junge geflüchtete Frauen aus muslimischen Ländern mit dem Motto „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern“ von der Jury des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung empfohlen und gefördert.

Von September bis November 2016 hatte ich außerdem die Gelegenheit mich an dem Theaterprojekt „Yusuf's“ als Leiterin und Produzentin beim SINAI Orchestral Theatre Ensemble zu beteiligen. Das Theaterstück wurde von Kulturverwaltung des Landes Berlin und Fonds Darstellende Künste e.V. gefördert.

Auf Grund meines eigenen Migrationshintergrundes und der Vertrautheit zu den Problemen der politischen Flucht, bzw. der kulturellen Hindernisse im Integrationsprozess für Geflüchtete aus dem Nahen Osten in der westlichen Gesellschaft und meiner Sprachkenntnisse (Farsi (Muttersprache), Deutsch, Englisch) arbeitete ich in den Jahren 2016 und 2017 als Sozialbetreuerin und Ehrenamtskoordinatorin in Flüchtlingshilfe beim EJF gemeinnützige AG in Berlin und als Erzieherin und Einzelfallpädagogin mit Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim Träger, Diakonieverbund Schweicheln e.V. in einer engen Kooperation mit Landeshauptstadt Potsdam. Hier beschäftigte ich mich mit Themen des Sozial-, Familien- Kinder- und Ausländerrechts, mit Fragen der beruflichen Orientierung und mit den Möglichkeiten der beruflichen Integration der Bewohner/-innen in Arbeit und Ausbildung. Ich unterstützte die Familien bei der Integration in das Berliner Kita- und Schulsystem. In Pankow, aber auch darüber hinaus verfügte ich über ein sehr gutes Netzwerk mit verschiedenen Einrichtungen und kooperierte mit relevanten Ämtern, Behörden, Beratungsstellen, Familien-, Frauen-, Kinder-, Jugend- und Kulturzentren. Als Beispiel sei auf meine Zusammenarbeit und Austausch mit Bezirksamt Pankow im Rahmen der Veranstaltung „Asyl und Flucht“ und mit Bezirksamt Reinickendorf als Workshopreferantin im Rahmen der Veranstaltung „Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung“. In unserer Einrichtung habe ich einen Mädchenclub, eine Bibliothek und eine Kreativwerkstatt ins Leben gerufen und koordinierte die Schulungen, Fortbildungen und die Arbeit der freiwilligen Helfer.

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